Mundart

Definition: Ein Dialekt (lateinisch dialectus und dialectos, altgriechisch διάλεκτος diálektos, deutsch ‚Gespräch/Diskussion‘, ‚Redeweise‘, ‚Dialekt/Mundart‘, ‚Sprache‘, von altgriechisch διαλέγεσθαι dialégesthai, deutsch ‚mit jemandem reden‘), auch als Mundart bezeichnet, ist eine lokale oder regionale Sprachvarietät. Er kann sich von anderen Dialekten wie auch von der Standardsprache (ursprünglich Schriftsprache) in allen Sprachbereichen, wie Phonologie (Lautsystem), Grammatik – (Morphologie) (Formenlehre), Syntax (Satzlehre) – Lexik (Wortschatz) und Idiomatik unterscheiden.

"Mundart ist, wem mer babbelt wie eim de Schnabbel gewachs is!" (Isabelle Becker)

"Wer Mundart spricht ist nicht primitiv, sondern hat mehr Möglichkeiten sich auszudrücken"

 

 

Denn manchmal gibt es Worte im Rheinhessischen, für die gibt es keine deutsche Übersetzung, zumindest keine genau Treffende

 

 

 

In Rheinhessen wird keine homogene Sprache gesprochen. Während man in dem einen ort Kernje (kleiner Karren) sagt, kann es im Nachbarort schon Kernsche heißen.

 

So nach dem Motto,“ babbel mo was und ich sach der wo der herkimmst“ im Allgemeinen spricht die Rheinfront im Gegensatz zum Hinterland aber schon immer mehr an die Standardsprache angepasst, was durch den internationalen und nationalen Schifffahrtsverkehr zurückzuführen ist.

 

Aber es ist auch nicht verwunderlich, das in einer Region mit über 2000jähriger Geschichte in einem 200jährigen politischen Gebilde eine homogene Sprache spricht. Außerdem war Rheinhessen schon immer Durchgangsland und Übergangsgebiet und somit haben  viele die rheinhessische Sprache beeinflusst. Die Sprache der Juden und Franzosen waren da sehr prägend, man hat diese auf die Schippe genommen und verballhornt und so hat sie Einzug in die Sprache gefunden, z.B. : "Vissematente" abgeleitet von "Visite ma tent", steht für Ärger machen, denn das war das Resultat, wenn man damals als rheinhessisches Mädel zu einem französischen Soldaten ins Zelt geschlüpft ist.

 

Was ich noch so toll an Rheinhessisch find, dass se so kurz ist, Endungen werden weggelassen, oder Silben verschluckt.

 

In Rheinhessen sagen wir z.B. nicht: Ach, hallo, lange nicht mehr gesehen? Wie geht es dir denn so? Hättest du Lust und Zeit eine Weinschorle oder zwei mit mir zu trinken? Sondern:

 

 

 

Guuuude! Schoppe? ;)